Marktwirtschaft ohne Kapitalismus: Das Ende des Geldes als Machtmittel

22.05.2026

Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr

Suhl_Villa Sauer

Bahnhofstraße 20
98527 Suhl

Adolf Holland-Cunz

Marktwirtschaft ohne Kapitalismus: Das Ende des Geldes als Machtmittel

Unsere Wirtschaft entwickelt sich immer stärker zur Konzentration von Kapital in den Händen weniger Superreicher. Krisen, Kriege, Naturzerstörung und sozialer Verfall sind die Folgen. Alle realpolitischen Versuche wirken dem kaum entgegen, weil die eigentlichen Ursachen dieser Fehlentwicklung nicht angegangen werden.

Eine dieser Fehlentwicklungen ist, dass das als neutral am Markt betrachtete Geld zugleich auch Machtmittel ist, anstatt allen als Tauschmittel gerecht zu dienen. Nur wenn Geld stetig umläuft, erfüllt es seinen Zweck als Tauschmittel. Eine zweite Fehlentwicklung betreffen die zur Ware gemachten Gemeingüter, wie Boden und Bodenschätze, aber auch Immobilien – als die wichtigsten. Also alles womit man auch spekulieren und Erträge beziehen kann. Diese Einkommensarten nennt man leistungslose Einkommen. Sie haben mittlerweile ein bedrohlich hohes Ausmaß erreicht. Ziel einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus ist der Abbau dieser leistungslosen Einkommen durch marktwirtschaftliche Maßnahmen und durch einen stetigen Geldumlauf. Der Impulsvortrag knüpft an, an die Arbeit des Geld- und Sozialreformers Silvio Gesell und dessen Würdigung durch J.M. Keynes, des Staatsrechtlers Prof. Dieter Suhr und vieler anderer.

 

Adolf Holland-Cunz ist Jahrgang 1936. Er war im Berufsleben Maschinenbauingenieur und zeitweise Stadtrat in Steinbach-Hallenberg. Die hohen Zinssätze kurz nach der Wende weckten sein Interesse an der Finanzwirtschaft. Wer erhält die Zinsen, und was wird daraus? Er kam bei seinen Nachforschungen zu den Gedanken der sogenannten „Natürlichen Wirtschaftsordnung“, die ein Wirtschaften und Leben versprechen, das die Erde bewohnbar erhält.

Adolf Holland-Cunz hat die Entwicklung des Forums ÜBERLEBENSKULTUR, aus dem das Projekt AUFWIND wurde, durch seine profunde Kenntnis zum Thema Marktwirtschaft mit gerechtem Geld und ohne Spekulation seit über 20 Jahren mitgestaltet. Gerade weil auch dieser für das anstehende ökologische Zeitalter grundlegende Inhalt aktuell ignoriert, ja, verleugnet wird, sollte er in unserer hiesigen Öffentlichkeit in die Diskussion kommen.


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