Rückblick 1. Lange Nacht der Poesie
Gutes Sitzfleisch und einen frischen Kopf brauchte, wer die lange Nacht der Poesie bis zum Morgen durchhalten wollte. 14 Autoren, Musiker und ein Körperkünstler gestalteten den Marathon.
Eigentlich hätte die lange Nacht der Poesie am Freitag im Freien, bei einem romantischen Lagerfeuer und somit in aufatmender Atmosphäre stattfinden sollen. Doch das Schild am Eingang der Volkshochschule, die seit einiger Zeit mit dem Verein Provinzkultur den Freitagssalon im Suhler Kulturleben etabliert, verhieß Regengefahr. Ehe die schon zischende Technik ihren Geist vollends aufgibt und das Publikum aufzuweichen und zu erfrieren droht, hieß es, in die Aula umziehen. Auch gut. Wenn vielleicht doch etwas zu brav, zu gediegen für eine solche Nacht, die Werkstattatmosphäre atmete, die viel mehr Kommunikation brauchte, als die Pausen erlaubten. Dennoch – die Macher des Freitagssalons Karl-Heinz Gollhardt von der Volkshochschule und Hendrik Neukirchner vom Provinzkultur e.V. waren froh, ihrer Idee, die schon seit acht Jahren in den Köpfen schmorte, Wirklichkeit zu geben. 15 Mitwirkende, 60 Gäste, helfende Hände und ein reichhaltiges Programm, das locker sieben, acht Kulturabende hätte füllen können, das können die beiden fürwahr als Erfolg verbuchen. Ein weites Feld, auf dem sich Freitagabend reichlich Dichter, Musiker, ja auch Schauspieler mit ganz unterschiedlichen Stilen tummelten.
(Quelle: Freies Wort, Suhl)