Am 17. Juni hatte ich eine Begegnung in unserem Freitagssalon: Eine Frau aus Steinbach-Langenbach sagte mir, dass sie seit 15 Jahren zum Thüringer Provinzschrei kommt. Ich freute mich natürlich sehr über diese Treue und ihr Vertrauen zu uns. Meine eigentliche Erkenntnis hatte ich, wie die meisten Menschen, erst einige Zeit später. Mir wurde bewusst, wie schnell die Zeit vergeht – und dass sie irgendwie viel schneller vergeht als früher. Natürlich geht das gesetzmäßig gar nicht. Es ist etwas anderes: es ist unsere Wahrnehmung von Zeit. Je mehr Routine wir in unserem Leben haben, in unserem Alltag, zum Feierabend, an den Wochenenden, desto schneller vergeht die Zeit. Dass der 16. Provinzschrei nicht auch eine solche Routine wird und wir dort die Zeit für Sie anhalten können, weil sie so schön ist, darum wollen wir uns in diesem Jahr wieder mit einem sehr fein ausgewählten Programm bemühen.

Wir halten ab September die Zeit für Sie an – und Sie können sich auf Literatur, szenische Lesungen, Musik und Theater mit tollen Gästen in Suhl, Meiningen, Hildburghausen und Zella-Mehlis freuen. Auf einmal singt Peter Lohmeyer Texte von Charles Bukowski – ist er doch sonst eher als Schauspieler in aller Munde. Der Wahl-Weimarer Dominique Horwitz, eben noch Kutscher im Fernseh-Tatort aus der Goethestadt, legt nun seinen eigenen ersten Krimi vor. Hella von Sinnen, ein Unikum von Frau, bekannt als Fernsehmoderatorin und Komikerin, reist mit Cornelia Scheel an, um die Biografie der Mutter, Mildred Scheel, vorzustellen.

Soviel vorab, nun können Sie im Programm 2016 lesen und sich routiniert für die eine oder andere besondere Veranstaltung fernab des Alltags entscheiden.
Ich freue mich auf unser Wiedersehen.

Ihre Claudia Neukirchner
Vorsitzende des Provinzkultur e.V

 

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Am:
September 2016
Suhl, Deutschland