»Seide« – eine musikalische Lesung mit Joachim Król und das South of the Border Jazztrio

 

 Joachim Król
Joachim Król

»Man kann dem Autor Alessandro Baricco nur wünschen, dass er das einmal erleben kann!«, schreibt Cornelia Geissler in der Berliner Zeitung. Sie fährt fort: »Diese Form der Lesung zeigt mit dem Interpreten, der Textauswahl und der Lichtregie, was möglich ist, um Literatur populär zu machen.«
Und nach dem ausverkauften Gastspiel im Schauspielhaus Dortmund resümiert Britta Helmboldt in der WAZ: »Mit seinem virtuosen Stimmspiel entführt Joachim Król das Publikum ins südfranzösische Dorfleben und ins Land der aufgehenden Sonne – und fesselt es zwei Stunden lang. Mit stehenden Ovationen feierten die Zuschauer diese konzertante Lesung.«
»Seide« ist der Geheimtipp auf den deutschsprachigen Bühnen. Ein musikalisches One-Man-Märchen. Eine gesprochene Ballade. Eine Meditation. Die Reise eines Mannes auf dem Weg zu sich selbst.
Die Geschichte des südfranzösischen Seidenhändlers Hervé Joncour wird oft als eine bewegende Parabel auf die Liebe beschrieben – und auf die Sehnsucht nach ihr. Dabei ist der Roman nicht nur eine tiefe Reflexion des Lebens: er erzählt eine Abenteuergeschichte. Und – eine Lovestory. Auf einer seiner Reisen begegnet der Seidenhändler Hervé Joncour in Japan einer rätselhaften Schönheit, die seine Leidenschaft entfacht. Jahr für Jahr zieht es ihn seitdem, unter ständig wachsenden Gefahren, ins Land der aufgehenden Sonne – ohne dass es ihm vergönnt ist, ihr nahe zu sein oder auch nur ihre Stimme zu hören. Erst lange Zeit später begreift er, dass hinter seinem japanischen Geheimnis ein zweites, viel Größeres verborgen lag …

Dem Philosophen und Musikwissenschaftler Baricco gelang mit »Seide« Mitte der 1990er Jahre der internationale Durchbruch als Romancier. Das Buch stürmte die Bestsellerlisten, wurde in rund 30 Sprachen übersetzt und katapultierte Baricco in die Liga der großen europäischen Gegenwartsautoren.

In der Bearbeitung von Martin Mühleis bildet Joachim Króls Stimme eine Einheit mit dem Sound des »South of the Border Trios« und erschafft für jeden Zuschauer »einen ganz eigenen, inneren Film, der dichter nicht sein könnte« (Arno Oehri, Liechtensteiner Zeitung).

Besetzung: Joachim Król – Rezitation | Gee Hye Lee – Klavier | Christoph Dangelmaier – Bass | Ekkehard Rössle – Bass-Klarinette, Saxofon
Martin Mühleis – Idee, Textbearbeitung, Regie | Christoph Dangelmaier – Komposition, Arrangement | Birte Horst – Lichtdesign | Waldemar Weglikowski – Ton

Joachim Król ist die Stimme dieser Geschichte. Von 1981 bis 1984 studierte er an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München, später spielte er an den Schauspielhäusern von Bochum und Köln. Mit Sönke Wortmanns Kinofilm »Der bewegte Mann« kam der Durchbruch, nach Filmen von Tom Tykwer, Doris Dörrie, Helmut Dietl, Wim Wenders und anderen namhaften Regisseuren ist Joachim Król mit seiner zurückhaltenden Darstellung aus der deutschen Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken. Von 2011 bis 2013 spielte er den Frankfurter »Tatort«-Kommissar Frank Steier. Aber trotz seiner internationalen Erfolge im Film- und Fernsehgeschäft zieht es ihn immer wieder zurück auf die Bühne.

Martin Mühleis ist Regisseur und Produzent, Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film. Er entwickelte unter anderem die erfolgreichen Bühnenprogramme »Als ich ein kleiner Junge war« und »Prost, Onkel Erich« mit Walter Sittler über das Leben von Erich Kästner, die sinfonische Parabel »AHAB« mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Sebastian Weigle und Dominique Horwitz als Rezitator sowie den cineastischen Bühnenthriller »Toxic« mit Uwe Ochsenknecht und der Jazz-Rock-Formation The Toxic Truth. Als Verleger veröffentlichte er die beiden Bestseller von Ulrich Kienzle, »Abschied von 1001 Nacht« (2011, sagas.edition) und »Ulrich Kienzle und die Siebzehn Schwaben« (2012, sagas.edition).

Quelle: sagas-ensembles

Preis:
Kat. A 34 / Kat. B 30 €
Am:
Oktober 2017
Ehrhardt AG, Auenstraße, Suhl, Deutschland