»Als Briefträger nach Havanna« Manuskriptlesung von Landolf Scherzer

 

Landolf Scherzer als Briefträger auf Kuba
Landolf Scherzer als Briefträger auf Kuba

Am 24. September 2016 – genau einen Tag vor dem Tod des Revolutionsführers Fidel Castro – kommt der Dietzhäuser Reportage-Schriftsteller Landolf Scherzer in der kubanischen Hauptstadt Havanna an. Er wohnt sechs Wochen lang am größten karibischen Friedhof, dem Cementario Colon. Im Gepäck hat er unter anderem einen 30.000 Euro-Scheck für den Wideraufbau nach dem Durchzug des Hurrikans Matthew, Dutzende Kabelbinderpackungen für einen bekannten Autoreparateur und einen Brief der VR Bank Bad Salzungen-Schmalkalden, die gern in dem Land in Windkrafträder investieren würde. In den kommenden sechs Wochen erlebt Scherzer nicht nur all die Trauerfeierlichkeiten zu Ehren Fidel Castros, sondern auch sechs Wochen lang kubanischen Alltag abseits der Urlauberrouten und Hotelkomplexe. Er war bei den mythischen Santeria-Prozessionen dabei, besuchte Tabakpflanzer und Bergbauern, die zum ersten Mal Strom erhielten. Seine Ausflüge führten ihn in Krankenhäuser, er sprach mit ehemaligen Botschaftern genauso, wie mit Müllsammlern am Strand des Atlantiks. Und er erlebte den Versuch eines jungen Kubaners, ein Visum zu erhalten, um zu seiner Geliebten nach Deutschland reisen zu können.
Erstmals liest Landolf Scherzer zum 17. Provinzschrei aus seinem bislang unveröffentlichten Buchmanuskript.

Landolf Scherzer studierte von 1962 bis 1965 in Leipzig unter anderem bei der Journalistenlegende Jean Villain. Nach kritischen Reportagen, die er für die Illustrierte NBI geschrieben hatte, wurde er vom Studium exmatrikuliert. Er ging in die südthüringische Bezirksstadt Suhl, wo er eine neue Heimat fand und bis 1975 bei der Tageszeitung »Freies Wort« als Redakteur arbeitete. Seitdem ist er als freier Schriftsteller tätig und erregte mit seinen Reportagen viel Aufsehen.

Preis:
12 / 10 / 15 €
Am:
Oktober 2017
Beginn:
18:30Uhr
Ehrhardt AG, Auenstraße, Suhl, Deutschland