Am Mittwoch, den 2. September und am 9. September, zeigen wir in der Veranstaltungsreihe Provinzkultur-Kino den streitbaren Lars von Trier-Film „Nymphomaniac“ im Directors Cut. Los geht’s an beiden Tagen (Teil 1 am 2.9. / Teil 2. Am 9.9.2015) jeweils um 19.30 Uhr.
Wir haben beide Teile bereits im November 2014 vorgeführt und das Interesse an dem skandalumwitterten Film war sehr groß. Viele Gäste meinten jedoch, wir sollten den Film in zwei Teilen zeigen, da er emotional so ergreifend ist, dass man ihn als Ganzes kaum aufnehmen kann. Diesen Wunsch haben wir nun berücksichtigt und zeigen beide Teile in zwei aufeinander folgenden Wochen. Das Filmdrama des preisgekrönten dänischen Regisseurs Lars von Trier entzweite zur Premiere die Kritik. Die einen sahen in der teilweise schonungslos hart dargestellten selbstzerstörerischen Sexualwelt der Hauptprotagonistin nichts weiter als einen Porno, die anderen bescheinigten dem Regisseur wieder einmal einen künstlerisch hoch anspruchsvollen Coup gelandet zu haben. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Bilden Sie sich selbst ein Urteil – sehenswert ist der Film in jedem Fall, weil allein die Leistungen der Schauspieler exzellent sind.
(Europa 2013/2014 / FSK 18 / 117 min Teil 1 und 124 min Teil 2)
 
Zum Inhalt:

Der alternde Junggeselle Seligman sammelt eine blutüberströmte junge Frau auf und nimmt sie mit zu sich. Dort erzählt ihm Joe aus ihrem Leben, von ihren Erfahrungen mit Männern und der unstillbaren Sucht nach Sex. Es geht um ihre Kindheit, die Spaziergänge mit ihrem Vater durch den Wald, ihr Studium des weiblichen Körpers in Medizinbüchern, ihre Entjungferung, die unzähligen Begegnungen mit unzähligen Männern. Es geht um Schuld, Enttäuschung, Schmerz. Noch nicht Erwachsen, geht sie gemeinsam mit einer Freundin auf Sextour, verführt Männer in Wohnungen, Zugabteilen, Kneipen, Büros. Und findet in Jerôme, von dem sie ein Kind hat, eine Konstante in ihrem Dasein. Doch das Glück ist zerbrechlich.
 

Nymphomaniac-Filmplakat

Am:
August 2015